Diesellok V 80.1

Diese Motorkleinlokomotive wurde im Jahre um 1930 für den leichten Rangier- und Übergabedienst konzipiert und entwickelt. Der Betrieb der Dampfloks wurde für leichte Dienste, wie zu Erhaltungsarbeiten und Beistellung einzelner Waggons zu teuer, aber auch zu personalaufwendig.

Bereits Ende der 20er Jahre erging ein Auftrag der deutschen Bahnverwaltung DRG, kleine Loks für den Bahnhofsdienst zu bauen ( Kö I ). Ab 1933 wurden die ersten Kleinloks von GMEINDER und JUNG geliefert. In weiterer Folge lieferten mehrere Firmen solche Loks mit unterschiedlichsten Leistungen.

Der Antrieb erfolgte meist über Dieselmotor und Ketten. Alle Typen wurden mit normaler Zug- und Stoßvorrichtung ausgestattet. Einheitliche Baugrundsätze waren aber zu dieser Zeit noch nicht festgelegt. Nach Auswertung der Betriebserfahrungen konnten die Maße für eine Einheitsbauart mit Dieselmotoren festgelegt werden. Mit der Kö 0080 lieferte GMEINDER 1934 die erste einer neuen Einheitsbauart, von der weitere 80 Exemplare folgten. Vier Motoren 25 – 30 PS verschiedener Hersteller konnten wahlweise eingebaut werden.

Ab 1938 folgte eine verstärkte Bauart mit einer höheren Leistung und 100 cm länger. Allen gemeinsam war die Ausführung mit Endführerstand, Zahnradgetriebe, mechanischer Kupplung und Antrieb über Rollenketten. Nach Kriegsende, im Jahr 1945, waren noch erhebliche Stückzahlen dieser Kleinloks sowohl in der West-, als auch in der Ostzone vorhanden. Bis in die 60er Jahre wurden dann alle Maschinen, die nicht der Einheitsbauart entsprachen, ausgemustert.

Am 08.Feber des Jahres 2009 konnten wir als Mitarbeiter der StEF (Steirische Eisenbahnfreunde) die von der GKB (Graz-Köflacher Bahn ) ausrangierte und abgestellte Dieselkleinlok mit der derzeitigen Typenbezeichnung DM 80.1 ex DB Köf II zwecks .Aufarbeitung und Wiederherstellung der Betriebstauglichkeit in Augenschein nehmen.

Der Zustand war entsprechend: die Maschine, die ja im Bau- u. Erhaltungsdienst eingesetzt war, war zu Tode gemartert und die nicht mehr gegebene Betriebssicherheit erzwang letztlich die Abstellung.

Nach umfangreichen Reparaturarbeiten seitens des StEF und der eingebundenen GKB-Werkstättewurde auch die DM 80 wieder zum Leben erweckt und fand im TEML (Technisches Eisenbahnmuseum Lieboch) ihr neues Zuhause.

Die Überstellfahrt vom Graz Köflacherbahnhof nach Lieboch erfolgte aus eigener Kraft am 11.Juni 2012 als Sonderpersonenzug 8499.

Diese Lok wird als Denkmal erhalten.

Technische Daten

Dieselkleinlokomotive: V 80.1
Baujahr:: 1938
Spurweite: 1.435 mm
Raddurchmesser: 500 mm
Länge über Puffer: 6,45 m
Radstand: 2,506 m
Größte Breite: 3,05 m
Größte Höhe über SO: 2,80 m
Dienstgewicht: 18 t
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h