Sie zischt, dampft und gurgelt. Wenn die alte Dame durch die Weststeiermark stampft, wissen wir alle wieder, warum wir als Kinder am liebsten Lokführer geworden wären. Seit ihrem Baujahr 1860 ist die Dampflok im Einsatz. Ein pensionierter Eisenbahner der GKB, Herr Willi Büschl, rettete sie vor der bereits geplanten Verschrottung. Er gründete die „Steirischen Eisenbahnfreunde“ (StEF), die die Lok in ihrer Freizeit liebevoll pflegen.
Heute kommt sie auf Sonderfahrten zum Einsatz: Zum Nationalfeiertag, zur „Langen Nacht der Museen“ oder aus anderen besonderen Anlässen – zur Freude von Jung und Alt, von Fahrgästen aus dem In- und Ausland.
(Aus: GKB – AUF UNS FAHREN SIE AB, Seite 7)
Die „671“ ist eine 3-gekuppelte Schlepp-tender-Naßdampflokomotive der Reihe 29 (C-n2), hergestellt von der Maschinenfabrik der k.k. priv. Österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft in Wien. Sie wurde eigens für Braunkohlen-Feuerung gebaut und dafür mit einer kurzen, tiefen Feuerbüchse aus Kupfer ausgestattet.
Die „671“ stand seit dem Jahr 1860 bei der Südbahn und dann bei der GKB durch Jahrzehnte als Güterzug-Standardlokomotive im Einsatz.
