Bei der Graz-Köflacher Bahn waren Dampflokomotiven zwar länger als anderswo im Einsatz, aber zur Mitte der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden sie auch hier mehr und mehr von Dieseltriebfahrzeugen abgelöst.
Die einst so stolzen Dampfrösser, die als Sinnbild des technischen Fortschritts die moderne Zeit auch in die Weststeiermark gebracht hatten, galten nun als unrentabel und sollten, da sie nun im täglichen Betrieb nicht mehr gebraucht wurden verschrottet werden. Damit drohten wichtige Zeugnisse des technikgeschichtlichen Erbes ein für alle Mal verloren zu gehen. Eine Gruppe von Enthusiasten und engagierten Eisenbahnern der GKB erkannte die enorme historische Bedeutung der Dampflokomotive 671 und weiterer einzigartiger Eisenbahnfahrzeuge. Daher entstand bald der Wunsch, einige dieser großartigen Konstruktionen vor der Verschrottung zu bewahren. In Umsetzung dieses Wunsches konnte noch 1975 der Verein „Steirische Eisenbahnfreunde“, kurz „StEF“, gegründet werden. Ausgestattet mit dem erforderlichen Fachwissen und handwerklichem Können und angetrieben von großem Tatendran,,g gelang es den Männern um Gründungsobmann Wilhelm Büschl, im Verband mit einer rasch größer werdenden Schar von Eisenbahnfreunden, auch die Unternehmungsleitung von ihrem Vorhaben zu überzeugen.


